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Triathlon ohne Schwimmen – eine sinnvolle Alternative oder geht der Triathlonreiz verloren?

Vergangene Woche kam von Ironman eine Meldung rein, die hohe Wellen geschlagen hat. Aufgrund der mangelnden Trainingsmöglichkeiten seien bei Ironman viele besorgte Rückfragen bezüglich des Schwimmens eingegangen. Die Marke Ironman reagierte mit der Möglichkeit, bis zu zwei Wochen vor dem Rennen mittels einer einfachen Ummeldung auf das Schwimmen verzichten zu können. Die Rennen sollen also zweigleisig ausgetragen werden, es gibt eine Startbox für die Schwimmer und eine Startbox für die Radfahrer, die das Schwimmen weglassen.


So weit so gut. Schaut man sich dennoch die Kommentare im Netz an, liest man ziemlich viele unterschiedliche Meinungen. Worin sich die meisten einig sind, ist das Ironman hier das einzig logische macht um das angeschlagene Business zu stabilisieren. Das Unternehmen möchte die Rennen durchführen, muss mit den Rennen Geld verdienen und darf dabei den Sicherheitsaspekt nicht zu kurz kommen lassen. Damit hierbei aber keine Wettbewerbsverzerrung entsteht, sind Qualifikationen für Weltmeisterschaften o.ä. bei dem Bike-Run Format nicht möglich.


Eine weitere Meinung die sich ziemlich deutlich herauskristallisiert hat, ist aber dass für die meisten Leute das Schwimmen einfach dazu gehört. Triathlon ohne Schwimmen ist einfach kein Triathlon, und es als solchen zu verkaufen ist auch schlichtweg falsch da einfach keine drei Sportarten vorhanden sind. Darf man sich Ironman nennen wenn man die Bike-Run Variante absolviert hat? Streng genommen nein, weil das Schwimmen gehört dazu, und ohne das Schwimmen ist der komplette Ironman auch nicht bewältigt.


Aber auch positive Stimmen gibt es zu dem Angebot von Ironman. Viele, vor allem Rookies, sind sich unsicher, ob sie diese Disziplin ohne ausreichendes Schwimmtraining bewältigen können. Scharfe Stimmen sind sich da relativ einig, wer nicht in der Lage ist 3,8km ab Stück locker zu schwimmen, der sollte sich auch nicht für einen Ironman anmelden. Eine Aussage die ich insgeheim ein Stück weit teile. Jeder hat die Möglichkeit auf Brust oder Rücken zu wechseln, es dauert halt nur länger. Aber ankommen tut man sicherlich.

Ich denke dass es bei dieser Thematik kein richtig oder falsch gibt. Fakt ist aber, dass es sich hierbei um eine Notlösung handelt, die sich (hoffentlich) nicht als abgespecktes Ironman-Format in den Rennkalender etablieren wird.


Wer Angst hat, dass er das Schwimmen tatsächlich verlernt hat, dem werden wir in den kommenden Tagen auf unserem Instagram-Kanal und unserem YouTube-Kanal Inhalte präsentieren, die euch zeigen dass dies nicht der Fall ist. Auch bei Pushing Limits ist bereits ein Artikel zu dem Thema online. Es ist wie beim Fahrrad fahren, wer einmal schwimmen konnte der kann immer schwimmen. Und wer noch nie richtig das Schwimmen beherrscht hat, der sollte überlegen ob eine Anmeldung beim Ironman nicht ein bisschen zu ambitioniert gewesen ist.


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