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Schwimmtraining im Winter – Die richtige Vorbereitung

Bei Pushing-Limits hatten wir bereits die Sinnhaftigkeit des Freiwasserschwimmens besprochen. Wenn ihr euch dafür entscheidet und das nötige Equipment aus dem letzten Beitrag besitzt, steht dem Schwimmtraining nichts mehr im Weg.


Bevor ihr ins Wasser startet, solltet ihr entweder jemanden beim Training dabei haben oder zumindest darüber informieren, dass ihr im Wasser unterwegs seid. Dafür könnt ihr auch die Tracking Funktion des Handys nutzen.

Wärmt euch vor dem Schwimmtraining gut auf. Neben klassischen Aufwärmübungen wie Armekreisen könnt ihr auch spezielle Atemtechniken wie die von Wim Hoff trainieren, um euch auf gut auf das kalte Wasser vorzubereiten. Eine gewissenhafte Vorbereitung sollte zwischen 5 und 15min dauern. Nehmt euch Zeit. Stress hat hier keinen Platz.


Anschließend steigt langsam ins kalte Wasser und befeuchtet euer Gesicht, um den GASP-Reflex zu verhindern. Dieser tritt bei Wassertemperaturen von unter 14 Grad auf und lässt euch hyperventilieren, verschwindet aber nach 2-3 Minuten im Wasser.


Plant anschließend im hüfthohen Wasser, wo ihr genau langschwimmen wollt. Achtet dabei immer auf Bezugspunkte und bleibt nahe am Ufer. Ein Krampf, auch nur 50m vom Ufer entfernt, kostet wertvolle Zeit und macht den Unterschied zwischen einer ungefährlichen und einer lebensbedrohenden Situation.



Startet zuerst mit einer möglichst kleinen Runde von wenigen Metern. Ist diese absolviert, verlängert sie gerne, bleibt aber fürs Erste nicht länger als 20min im Wasser, da Zeichen der Unterkühlung meist erst im Anschluss an das Training auftreten können.


Bleibt aber entspannt, selbst im sehr kalten Wasser dauert es einige Zeit bis ihr eine Unterkühlung riskiert. Eine gefährliche Auskühlung tritt bei einem gesunden Menschen in Badehose erst nach ca. 30min im Eiswasser auf. Achtet dennoch auf Zeichen wie Schwindel oder allgemeines Unbehagen. Sinkt die Körperkerntemperatur beim Schwimmtraining unter 28 Grad, kann dies schnell zur Bewusstlosigkeit, Kreislaufstillstand und damit auch zum Tod führen! Seid euch dem stets bewusst!




Wer jetzt trotzdem noch Lust hat sein Schwimmtraining ins Freiwasser zu verlagern, dem sagen wir im kommenden Beitrag eine Einheit von einer Freiwasserikone vor.


Stay tuned!


Wer darauf keine Lust hat, oder auch mal am Zugseil trainieren möchte, der kann gerne mal bei mir auf dem Instagram Kanal „Schwimmcoach“ vorbei schauen. Dort bieten wir während der Corona Zeit zweimal wöchentlich Zugseiltraining live aus Köln an. Los geht’s immer Montag und Freitag um 18:30 Uhr!

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