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Freiwasser Schwimmtraining - Die Wahl der ganz Harten im Winter

Freiwasserschwimmen ist eine schöne Abwechslung zum Schwimmtraining im häufig überfüllten und hektischen Schwimmbad. Hier kann man abschalten und einfach mal, ohne brustschwimmenden Rentnern oder hektischen Schwimmbadkloppern zu begegnen, ein paar Meter machen. In diesem Jahr ist leider alles anders. Die Schwimmbäder sind dicht und die vermeintliche Abwechslung ist im aufziehenden Winter eher mit Schmerz- und Taubheitsgefühlen behaftet.


Um trotzdem auch im kalten Wasser (<14 Grad) zu trainieren, möchten wir euch hier ein paar Tipps an die Hand geben, damit ihr bestmöglich darauf vorbereitet seid:


Akklimatisierung an das Kalte Wasser


Selbst die Besten unter den Eisschwimmern haben mal als Warmduscher angefangen. Christoph Wandratsch, der unbestritten erfolgreichste deutsche Eisschwimmer, wurde früher laut eigener Aussage belächelt, weil er nicht in 20 Grad "kaltem" Wasser schwimmen konnte. Tastet euch also langsam an die Temperaturen heran. Am besten ihr duscht regelmäßig kalt und gewöhnt euren Körper an die Kälte.


Die richtige Neoprenwahl



Nutzt auf jedenfall einen Neoprenanzug. Bei diesen gibt es auch große Unterschiede. Mittlerweile haben Neoprenhersteller auch Freiwasserneos im Angebot, die im Gegensatz zu High-Tech Neos, auch an der Schulter eine größere Materialdicke besitzen und somit wärmer halten.





Weiteres Equipment

Zieht für die kalten Tage immer auch eine Neoprenhaube unter die Badekappe, damit der Kopf möglichst geschützt ist. Ihr verliert hier nicht nur am meisten Körperwärme, sondern schütz vor allem euer empfindliches Ohr, welches neben dem Gehör auch euren Gleichgewichtssinn beherbergt.



Zudem gibt es mittlerweile Handschuhe und Füßlinge aus Neoprenmaterial. Diese schützen bei längeren Schwimmtrainingseinheiten und verringern auch die Gefahr, dass das kalte Blut der ausgekühlten Extremitäten euer Kreislaufsystem nach dem Schwimmen belastet. Zudem habt ihr paradoxerweise ein besseres Wassergefühl, da die Hautrezeptoren bei niedrigen Wassertemperaturen nur noch das Gefühl "Schmerz" weiterleiten.


Eine Schwimmboje ggf. mit Handy im Wasserschutzfach sollte ein Muss sein. Beim Schwimmen merkt ihr die mit einer Schlinge an der Hüfte befestigen Boje nicht und ihr könnt euch im Notfall an der Boje festhalten.


Last but not Least wählt eine Schwimmbrille, die euch ein gutes Blickfeld gewährt. Sie sollte also möglichst groß, und beschlagsfrei sein. Zudem sollte sie so getönt sein, dass ihr sowohl Überwasser nicht geblendet werdet, als auch unter Wasser Gefahrenquellen erkennen könnt.


Im nächsten Beitrag geht es um eure Vorbereitung und um die Do's und die Dont's beim Schwimmtraining im Freiwasser.

©2020 deinschwimmcoach.de von Johann Ackermann